Max Eiffler

Journalismus macht Schule

Die Pressefreiheit steht weltweit zunehmend unter Druck. Journalistinnen werden in vielen Ländern bedroht, wirtschaftlich geschwächt, durch Gesetze eingeschränkt oder sogar verfolgt. Das sind beunruhigende Entwicklungen. Besonders dann, wenn man sich vor Augen führt, was freie Presse für unser Zusammenleben leistet: Macht kontrollieren, Missstände öffentlich machen, Informationen prüfen und Menschen ermöglichen, sich eine eigene Meinung zu bilden – eine Grundbedingung demokratischer Gesellschaften. Aus diesem Anlass findet seit 1993 jedes Jahr am 3. Mai der Internationale Tag der Pressefreiheit statt – ein Tag, der diese Leistung hervorheben soll. Die Medienanstalt Berlin- Brandenburg (mabb) nimmt diesen Tag im Rahmen von „Journalismus macht Schule“ zum Anlass, Schülerinnen und Journalistinnen zusammenzubringen und über Journalismus und seine Bedeutung ins Gespräch zu kommen. Im Zuge dessen durften unsere Schülerinnen des Profilierungskurses der Schülerzeitung der 9. Klasse das Studio des Berliner Fernsehsenders ALEX Berlin besuchen, um zusammen mit dem Journalisten Tom Garus (rbb, ARD) eine Live-Sendung zu gestalten. Es ging um Qualitäten, die gute Reporterinnen ausmachen, um große wie kleine Momente des lokal-journalistischen Alltags sowie die Frage, inwiefern soziale Medien Journalismus verändern. Eine Aufnahme der Sendung mit der starken Leistung unserer Schülerinnen finden Sie HIER!
Während diese Veranstaltung journalistisches Arbeiten vor der Kamera erfahrbar machte, rückte das anschließende Werkstattgespräch mit dem Journalisten Kai Biermann (DIE ZEIT) eine Woche später die Recherche, den Datenschutz und die Verantwortung investigativer Arbeit in den Mittelpunkt. Der Profilierungskurs der Schülerzeitung der 10. Klasse konnte in Zusammenarbeit mit zwei Oberstufenkursen erfahren, welchen Herausforderungen Journalistinnen unter schwierigen Bedingungen begegnen, wie sie Quellen schützen und für überprüfbare Informationen kämpfen. Die Erfahrungen, die der Investigativjournalist in seiner Arbeit gemacht hat, um für die Wahrheit einzustehen, beeindruckten und inspirierten die Schülerinnen. Deutlich wurde: Der eigene Medienkonsum muss besonders in Zeiten von Fake News und künstlicher Intelligenz kontinuierlich überprüft werden. Das bedeutet auch, genau hinzuschauen, Fragen zu stellen, Quellen zu prüfen und vor allem neugierig zu bleiben.
Was nach diesen beiden Veranstaltungen zurückbleibt, ist die Gewissheit, dass unser Verständnis von Pressefreiheit alles andere als selbstverständlich ist – aber auch, dass wir es selbst in der Hand haben: Live vor Ort, hinter den Kulissen oder durch die bewusste Unterstützung unabhängiger journalistischer Arbeit. Eine Zusammenfassung von Eindrücken finden Sie außerdem auf der Website der mabb.

Verfasst von Tom Kaven

Oslo Erasmus+ Erlebnisbericht

Zwischen Fjord, Freundschaft und freiem Denken

Vom 15. bis 20. April durften wir im Rahmen eines Erasmus+-Austauschs nach Oslo reisen. Wir sind der Leistungskurs PW_L2 von Frau Glass, die den Austausch auf deutscher Seite organisiert hat. Aufgrund der Abiturprüfungen konnte sie leider nicht selbst mitreisen, stattdessen wurden wir von Frau Tockhorn und Herrn Witt begleitet. Nach einem sehr frühen Flug und einer entsprechend langen Anreise wurden wir direkt am Foss videregående skole empfangen. Die norwegischen Schülerinnen und Lehrkräfte hatten alles vorbereitet. Hannah, die den Austausch auf norwegischer Seite organisiert hat, begrüßte uns gemeinsam mit Petter und Kristin. Es gab selbstgebackene Waffeln mit Himbeermarmelade und Braunkäse und anschließend eine Führung durch die Schule. Das Foss Gymnasium liegt in der Nähe des Akerselva-Flusses, wo sich kleine Wasserfälle durch die Stadt ziehen. Diese Nähe zur Natur fiel sofort auf. Am Abend lernten wir unsere Gastfamilien kennen und stellten schnell fest, dass Tacos in Norwegen einen festen Platz im Alltag haben. Am nächsten Tag konnten wir Unterricht miterleben. Besonders im Deutsch-Leistungskurs wurden wir direkt eingebunden. Neben Gesprächen über die DDR, bei denen wir auch eigene Perspektiven einbringen konnten, spielten wir gemeinsam Kahoot. Die Atmosphäre im Unterricht wirkte offen und entspannt. Schülerinnen duzen ihre Lehrkräfte, und trotzdem funktioniert der Umgang respektvoll und konzentriert.
Diese Offenheit zeigte sich auch außerhalb des Unterrichts. Bei einer Kajaktour mit Petter, der nicht nur Deutschlehrer, sondern auch Guide ist, wurde deutlich, wie selbstverständlich Lernen und gemeinsames Erleben hier ineinandergreifen. Gleichzeitig wurde klar, wie schnell man von der Stadt aus in die Natur gelangt. Das Wetter war deutlich besser als erwartet, fast schon sommerlich.
Am Nachmittag trafen wir uns im Garten von Hannah. In der warmen Nachmittagssonne wurde auf dem Rasen Kubb gespielt, daneben Fußball. Im Hintergrund war das leise Plätschern des Wasserfalls zu hören. Es hatte etwas sehr Ruhiges und gleichzeitig ziemlich Idyllisches, fast schon Bullerbü.
Später trafen wir uns bei Viktor, der auf einer Insel lebt und jeden Tag mit der Fähre zur Schule fährt. Solche Details machten immer wieder deutlich, wie anders Alltag hier organisiert sein kann. Auch die Stadt selbst hinterließ Eindruck. Das Oslo Opera House wirkt weniger wie ein klassisches Gebäude als wie eine begehbare Fläche aus weißem Marmor, die sich zum Wasser hin öffnet. Man kann bis aufs Dach laufen und hat von dort einen weiten Blick über den Fjord.
Die Deichman Bjørvika, die neue Stadtbibliothek, ist ebenso offen gestaltet. Große Glasflächen, mehrere Ebenen und fließende Übergänge zwischen Arbeits- und Aufenthaltsbereichen machen sie zu einem Ort, an dem man sich gerne aufhält und der Lernen in den Alltag integriert. Ein zentraler Beobachtungsschwerpunkt war Nachhaltigkeit und Inklusion. Oslo wirkt in vieler Hinsicht durchdacht. Der öffentliche Nahverkehr funktioniert zuverlässig, viele Menschen sind zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs, und Bewegung gehört sichtbar zum Alltag. Gleichzeitig
sind viele öffentliche Räume barrierearm gestaltet und so angelegt, dass sie möglichst vielen Menschen zugänglich sind. Inklusion scheint hier weniger ein Projekt zu sein als eine Selbstverständlichkeit im Alltag. Ein besonderes Erlebnis war der Besuch im SALT. Dort konnten wir einen Einblick in norwegische Saunakultur gewinnen. Nach den Saunagängen ging es in eiskalte Wasserfässer, was definitiv Überwindung kostete, aber auch Teil der Erfahrung war. Die Aufgussrituale hatten eine fast meditative Wirkung, gleichzeitig ist das Salt auch ein Kulturort, an dem verschiedene Veranstaltungen stattfinden. Zum Abschluss besuchten wir das National Museum of Norway, wo wir unter anderem „Skrik“ von Edvard Munch sehen konnten. Die letzte Nacht verbrachten wir gemeinsam im Flughafen-Hostel, bevor es am nächsten Morgen sehr früh zurückging. Insgesamt bleibt der Eindruck einer Stadt und eines Schulsystems, die durch Offenheit, Gelassenheit und eine enge Verbindung zur Natur geprägt sind. Vieles wirkt gut organisiert, ohne dabei streng zu wirken. Es ist eine Art von Alltag, die inspiriert und neugierig macht. Und es fühlt
sich nicht so an, als wäre das der letzte Besuch gewesen.

Tag der Mathematik an der FU Berlin – MDG‑Teams zeigen respektable Leistungen

Am Samstag, dem 25. April 2026, fand der 29. Berliner Tag der Mathematik statt – in diesem Jahr ausgerichtet vom Institut für Mathematik der Freien Universität Berlin. Mehr als 30 Schüler*innen des MDG machten sich gemeinsam mit fünf Lehrkräften gut gelaunt auf den Weg nach Dahlem, wo sie bei bestem Wetter in den Wettbewerb starteten.

In mehreren Teams stellten sich die Schüler*innen den anspruchsvollen Aufgaben des Wettbewerbs. Trotz der starken Konkurrenz durch spezialisierte Schulen erzielten unsere Gruppen beachtliche Ergebnisse. Besonders erfreulich war zu sehen, wie viel Spaß die Schüler*innen am Knobeln hatten und wie engagiert sie zusammenarbeiteten.

Neben dem Wettbewerb nutzten auch die Lehrkräfte des Fachbereichs  die angebotenen Vorträge. Insgesamt war es ein rundum gelungener Tag, der einmal mehr gezeigt hat, wie lebendig und motivierend Mathematik sein kann.

Wir freuen uns schon auf den nächsten Tag der Mathematik!

Comiclesung zum Thema Care

Was für eine Show!
Die Comiczeichnerinnen des Q4 Grundkurs Kunst präsentierten ihre fantastischen Comics im Jugendklub M24 dem Publikum und ernteten so viel verdienten Applaus! Die zum Thema „Care“ entstandenen Comics wurden mit Sounds, Musik und einigen Special-Effects unterlegt vorgelesen und auf einer Leinwand präsentiert. Die Comics sind künstlerisch toll gestaltet, sehr individuell, witzig, ernst, politisch, persönlich, berührend, dystopisch, traurig und Kraft gebend. Alles war dabei. Das Publikum war zu recht absolut begeistert und ich bin sehr stolz auf die tolle Leistung der Künstlerinnen.
Applaus incoming! 👏

Text: Rike Suhr

Workshop-Tag zum Welttag des Buches 2026: Día del Libro – Journée du Livre

Werte Dichterinnen und Dichter am MDG! Auch 2026 habt ihr wieder wunderschöne Werke geschrieben. Jetzt sind die Siegerinnen und Sieger des Día del Libro und der Journée du Livre gekürt. Und schon geht es los: Am Donnerstag, 26. März 2026, dürfen alle Gewinnerinnen und Gewinner des Gedichtwettbewerbs in der 2. Fremdsprache wieder einen kreativen Workshop-Tag erleben und zum Abschluss in der Aula mit Piñatas und Tapas ihre Werke feiern. Wir freuen uns auf euch! Herzliche Grüße von euren Lehrerinnen und Lehrern in den Fächern Französisch und Spanisch.

Hier könnt ihr einige der schönsten Texte durchklicken: