Wir haben die Richtung verloren - dafür  erhöhen wir das Tempo!

Um Orientierung zu geben, nicht nur im topographischen Sinn sondern auch im Spannungsverhältnis zwischen Ökonomie und Ökologie, Orientierung in einer disparaten, fragmentierten Welt, in einer globalisierten gleichsam regionalisierten Gesellschaft mit globalen und regionalen Problemen, werden Räume beschrieben, analysiert und bewertet. Diese Orientierung anzubieten, soll und muss Schulgeographie im Wesentlichen leisten.

Weitere Informationen zur Geographie am Max-Delbrück-Gymnasium finden Sie hier:

 

Der Vermessung der Erde an der Max-Delbrück-Schule

 

Bericht über den Besuch des Schülerlabors Geodynamik am GFZ

Nach einer langen Fahrt mit der Berliner S-Bahn und einem raschen Aufstieg auf den Telegrafenberg (Michaela keucht: "Pause!!" und bläst den Rauch ihrer Zigarette in die Morgenluft) wurden wir, der LK Geo und der LK Bio, am Größen Refraktor begrüßt. In einem Vortrag erläuterte uns der Referent die Plattentektonik der Erde, erklärte die Rayleighzahl und die Bedeutung der Konvektion im oberen Erdmantel für Lagerstätten von mineralischen Rohstoffen. Wir lernten, dass sich die Temperatur in der kontinentalen Kruste ca. 3 Grad Celsius pro 100 Meter Tiefe erhöht und dass Vulkane nur an Subduktionszonen auftreten, wenn Wasser involviert ist; im Himalaya gibt es folglich keine. Zudem erfuhren wir, wo Erdbeben auftreten und warum und wie sie gemessen werden. Experimentell haben wir P- und S- Wellen erzeugt und ihrer Ausbreitung untersucht. Außerdem haben wir erfahren, wie man durch seismische Messungen die Beschaffenheit des Untergrundes bestimmen kann. Hierzu verwendet man die Laufzeitunterschiede von seismischen Wellen in den unterschiedlichen Materialien. Damit kann man Lagerstätten suchen und Baugründe analysieren.  Weiterhin haben wir erfahren, dass im Erdkern noch nie S-Wellen nachgewiesen werden konnten. Daraus lässt sich schließen, dass der äußere Kern aus flüssigem Material bestehen muss. In einer Simulation haben wir die Ausbreitung der verschiedenen Wellen und deren Aufzeichnung durch seismische Messstationen bei großen Erdbeben der letzen Jahre nachvollzogen.

Zum Abschluss des Tages haben wir in einem Experiment die Ausbreitung von seismischen Wellen untersucht. Dazu haben wir 18 Geophone in einem Abstand von jeweils 10 Metern ausgebracht und verbunden. Dann haben wir mit einem Vorschlaghammer auf eine Stahlplatte am Boden geschlagen und die ausgehenden und die reflektierten Wellen an den Geophonen gemessen und auf einem Rechner aufgezeichnet. Diese Aufzeichnungen haben wir ausgewertet und in ca. 10 Meter Tiefe eine Grenzschicht zwischen zwei Sandschichten festgestellt - eine wirklich spannende Sache. Schade, dass wir in diesem Geo-Lab nicht mehr solcher spannender Experimente durchführen konnten.

Am Ende des Tages waren wir matt von all den Vorträgen und beeindruckt von den Ergebnissen unserer experimentellen Untersuchung froh, die S-Bahn nach Berlin zu nehmen. Ein erlebnis- und erkenntnisreicher Tag lag hinter uns.

 

Hamburgexkursion 2011

Julia H. (LK Geographie)

Am 2. Dezember 2011 unternahm unser Erdkunde-Leistungskurs mit Herrn Hennig eine Exkursion nach Hamburg. Anlass war unser Semesterthema: Stadtstrukturen. Die Exkursion begann bereits früh am Morgen, schon um 6:30 Uhr trafen wir uns am ZOB. Ab dort lag eine dreieinhalbstündige Busfahrt vor uns, die die meisten von uns nutzten, um noch ein wenig Schlaf nachzuholen. Ein paar Stunden später waren wir dann am Hamburger Hauptbahnhof. Nun konnte der Tag beginnen. Weiterlesen...

Statistik macht Schule – Schüler lernen Statistik

Exkursion zum GFZ

Hamburg Exkursion

Projekttage 2008 (Blitzlicht)

Schülerarbeiten und Projekte

Exkursion zum GeoForschungsZentrum in Potsdam

ein Bericht von Julia Göricke (Klasse: 9/1)

Um zum GeoForschungsZentrum (kurz GFZ) zu kommen brauchte man zwei Dinge: Zeit und viel Ausdauer. Denn zum einen vergingen mit der schnellsten Bahnverbindung 50 bis 60 Minuten und Ausdauer zum anderen, da noch ein Weg von ca. 15 Minuten darauf wartete, die Schüler zu früher Stunde aufzuwecken und die letzte Müdigkeit des noch frühen Morgens zu vertreiben. Oben angekommen waren wir dann völlig erschöpft und dachten, wir hätten gerade den Mount Everest bestiegen. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es dann aber auch schon weiter. Der gut ausgestattete Computerraum, in dem nach einem kleinen Platzproblem alle zum Sitzen kamen, war unsere nächste Station. Hier erhielten wir eine kurze allgemeine Einführung über das GFZ an sich, die nicht für alle spannend schien, denn einige Schüler hatten doch arg mit der Müdigkeit zu kämpfen. Dies änderte sich bald. Der nächste Teil war nämlich schon aufregender; nun konnten wir selbst tätig werden. Unsere Aufgabe war es, mit Hilfe eines Buffers, also einer Schutzzone um bestimmte Gebiete sozusagen, einen geeigneten Ort für eine neue Geothermiebohrung zu finden. Hört sich erstmal kompliziert an, ist es sicherlich auch, aber mit dem dafür angelegten Programm war das gar nicht so schwer. Das einzige Hindernis war, dass manche Computer nicht so wollten, wie unser Leiter das geplant hatte. Nach mehr oder weniger Aufwand, um die Computer doch noch anzuregen, das Richtige zu machen, konnten dann alle loslegen. Karten wurden geöffnet, Koordinaten bestimmt und zu guter Letzt natürlich eine Menge "gebuffert". Die einzelnen Ergebnisse wurden dann vorne per Beamer auf großer Leinwand verglichen und bewundert. Danach ließ ein bisschen die Konzentration und Lust nach, sodass die Mittagspause uns ganz recht kam. Auf dem Gelände gab es eine Kantine. Doch wie bei unserer Mensa oder Cafeteria war der Ansturm von hungrigen Mitarbeitern des GFZ so groß, dass man lieber zum selbstgeschmierten Brötchen von zu Hause griff. Nach einem kleinen Rundgang auf dem Gelände oder einem erkämpften Mittagessen ging es wieder zurück zum Computerraum. Beim zweiten Teil wurde mehr an unsere Koordination appelliert. Eine Schatzsuche stand an. Jede Gruppe bekam ein GPS-Gerät und sollte zu einer bestimmten Koordinate laufen, um dort eine Schatzkarte zu finden, die wiederum zum großen „Schatz“ führen sollte.

Also ging es los: es wurde sich in alle möglich Himmelsrichtungen hingedreht, es wurde schneller oder langsamer gelaufen und der ein oder andere bemerkte erst beim zweiten Mal, dass er im Kreis gelaufen war. Am Ende meinte es die Natur doch besser mit den Jungen als mit den Mädchen. Während die Mädchen teilweise hilfesuchend umherirrten und ohne es zu wissen, an ihrem Ziel vorbei liefen, fanden die Jungen ganz zu fällig auf ihrem Weg die „Schatztruhe“, die eigentlich erst mit allen gefunden werden sollte. Mehr oder weniger erfolgreich trafen am Ende alle unterschiedlich erschöpft am Ausgangspunkt zusammen und erhielten ihren „Schatz“. Informationshefte, Gummibärchen und Schokolade ermunterten dann auch schnell wieder die entmutigten Mädchen.

Zu allerletzt konnten wir den von uns gelaufenen gelaufenen Pfad in Google Earth importieren und dort darstellen. Umwege, Vorbeigelaufe am Ziel und das mehrmalige Antreffen an gleiche Plätze entlockte bei allen zum Schluss noch ein Lachen. Danach traten wir den Rückweg an, bei dem dann alle völlig geschafft und wieder ermüdet auf den Sitzen in der Bahn zusammengesunken waren.

Ein - für den einen oder anderen mehr oder weniger interessanter - Tag war geschafft, der sich doch am Ende gelohnt hatte.

Fachkonferenz

Berlin mal anders erleben -  die Geografie-Exkursion der Klasse 10.4 am 7.5.2012

begleitet von Frau Neumann und Frau Richter

Es ist 10.00 Uhr an der Weltzeituhr in Berlin-Mitte. Die Schüler sind in ihren Gruppen, die Arbeitsaufträge verteilt und die Zeit läuft. Jede Gruppe hat dieselben Sehenswürdigkeiten abzuarbeiten, vom Fernsehturm, über das Zeughaus bis hin zur Deutschen Staatsoper. Und während wir all diese Orte aufsuchen, sollen wir dabei auch noch eine sinnvolle Route erarbeiten und eine Wegeskizze erstellen. Leicht gesagt, schwer getan.

Bereits um 11.45 Uhr war Treffpunkt am Köllnischen Park. Also war Beeilung angesagt und es schafften sogar (fast) alle pünktlich am Treffpunkt anzukommen. Gegenüber des Parks befand sich die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und kaum waren alle anwesend, gingen wir hinüber und sahen uns die Berlin Ausstellung an. Mehrere Modelle der Stadt Berlin waren zu sehen und interessant war es allemal.

Nach dieser kurzen Verschnaufpause machte sich die ganze Klasse wieder auf dem Weg. Diesmal ging es zu Fuß zum Reichstag. Denn wir hatten einen Termin für eine Führung. Die Klasse wurde durch den Reichstag geführt, sie wurde ausführlich informiert und am Ende folgte noch das I-Tüpfelchen: Wir durften auf die Kuppel des Reichstages, um uns die Skyline Berlins anzuschauen. Danach neigte sich dieser anstrengende doch auch sehr interessante Wandertag dem Ende zu…

Lisa Radtke, 10.4

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