Nachdem die französischen Austauschschüler vom 30.März bis zum 07.April 2017 bei uns in Berlin zu Besuch waren, sind wir am 11. Oktober 2017 gegen 9 Uhr ebenfalls nach Frankreich geflogen, um uns das Leben unsrer Austauschschüler zeigen zu lassen.
Hierbei begleiteten uns die beiden Französischlehrerinnen Frau Menz und Frau Schmitt.

Schüleraustausch nach Frankreich (11.10.-18.10.2017)

Nachdem die französischen Austauschschüler vom 30.März bis zum 07.April 2017 bei uns in Berlin zu Besuch waren, sind wir am 11. Oktober 2017 gegen 9 Uhr ebenfalls nach Frankreich geflogen, um uns das Leben unsrer Austauschschüler zeigen zu lassen. Hierbei begleiteten uns die beiden Französischlehrerinnen Frau Menz und Frau Schmitt.

Mittwoch, 11.10.2017

Wir starteten in Berlin Schönefeld und flogen mit Easy Jet nach Bordeaux. Wir alle waren sehr aufgeregt und gespannt darauf, unsere Austauschschüler nach gut einem halben Jahr wieder zu sehen. In Bordeaux angekommen warteten sie am Flughafen auf uns und wir fuhren dann zu ihnen nach Hause. Meist war ein Elternteil dabei, weil wir alle mit dem Auto abgeholt werden mussten, da die Austauschschüler außerhalb von Bordeaux leben, in der Nähe von Andernos-les-Bains. Die Gastfamilien waren nach allem, was ich gehört habe sehr freundlich und zuvorkommend. Der Nachmittag dieses ersten Tages lag in den Händen der Gastfamilie, den die meisten nutzten, um ihren deutschen Austauschschülern den Strand und das Meer zu zeigen.

Donnerstag, 12.10.2017

An unserem ersten ganzen Tag in Frankreich gingen wir mit unseren Austauschschülern gemeinsam zur Schule. Die meisten Franzosen fahren mit dem Schulbus, weil die Schule einige Kilometer entfernt ist. Einige kommen aber auch, wie bei uns, mit dem Fahrrad. Nachdem erst ein wenig Verwirrung herrschte, weil niemand so genau wusste, wo wir uns versammeln sollten, fanden letztendlich doch alle den Weg zu Frau Menz und Frau Schmitt. Die Franzosen gingen nachdem sie uns ,,abgeliefert“ hatten in den regulären Unterricht. Als erstes bekamen wir von Monsieur Dubédat, dem Deutschlehrer der Franzosen eine Führung über das Schulgelände, wobei sehr auffällig war, dass der Schulhof viel sauberer und ordentlicher ist als bei uns. Hinterher planten wir die Radtour, die am Dienstag stattfinden sollte und lösten in kleinen Gruppen Aufgaben auf einem Arbeitsblatt. Uns wurde angekündigt, dass die Gruppe, die die meisten Punkte hat, einen Preis bekommen würde, welcher uns auf der Abschlussfeier überreicht werden würde. Das Mittagessen, das wir im Anschluss in der Kantine bekamen, war deutlich besser, als unser Schulessen in der Mensa. Am Nachmittag bekamen wir die Anweisungen zur Rallye, die am Freitag in Bordeaux stattfinden würde. Diese waren auf französisch und wir bekamen die Möglichkeit sie uns zu übersetzen. Der Schultag endete gegen 18 Uhr und dann fuhren die meisten mit dem Schulbus nach Hause.

Freitag, 13.10.2017

Am Vormittag machten wir einen Ausflug nach Bordeaux, um dort die bereits angekündigte Rallye zu machen. Gegen 8:30 Uhr fuhr ein Bus unsere ganze Gruppe nach Bordeaux. Dort angekommen hatten wir drei Stunden Zeit die Aufgaben der Rallye zu lösen. Dies sollten wir immer in Zweiergruppen mit unserem Austauschpartner umsetzen und dem Paar, welches die Fragen am besten erledigte, wurde ein Preis versprochen. Nach der Rallye hatten wir noch Zeit in Ruhe durch Bordeaux zu schlendern und uns alles anzusehen. Um 15 Uhr fuhren wir mit dem Bus zurück und waren eine Stunde später wieder in der Schule. Den restlichen Nachmittag hatten wir für uns und verbrachten ihn mit unseren Gastfamilien oder mit Freunden.

Wochenende, 14. & 15.10.2017

Auch die Planung für das Wochenende war in der Verantwortung der Gastfamilien. Die meisten waren am Strand, um im Meer zu baden und haben im Anschluss gepicknickt, was die Franzosen sehr gerne zu machen scheinen. Natürlich immer mit Baguette und Wein und erstaunlicherweise auch mit Chips. Diesbezüglich waren wir alle sehr verwundert, da die Franzosen zu einem normalen Essen Chips essen, während wir Chips eher zwischendurch essen. Vermutlich kommt das vor allem daher, dass die Franzosen nur zu gefestigten Mahlzeiten essen, die eigentlich nur Mittag und Abendbrot umfassen. Zum Frühstück gibt es nur Kaffee und etwas ganz Kleines zu essen. Dafür sind Mittag und Abendbrot aber üppig und vielseitig. Außerdem hat wahrscheinlich fast jeder von uns die dune du Pilat bei Arcachon besichtigt. Das ist die größte Wanderdüne Europas und wirklich sehr eindrucksvoll. Nach einem recht anstrengenden Weg nach oben wurden wir mit einer wunderschönen Aussicht auf das Meer gelobt und konnten zum Abschluss die Dünen wieder runter rennen, was uns allen sehr viel Spaß machte.

Montag, 16.10.2017

Der Tag begann damit, dass wir zusammen mit unseren französischen Austauschpartnern in ihren Unterricht gingen. Das war interessant, weil man zwar durchaus Parallelen zu unserem Unterricht sehen konnte, aber durch die andere Sprache war es doch sehr ungewohnt, weil man sich viel mehr anstrengen musste, um etwas zu verstehen. Hinterher bereiteten wir die Kajaktour für den nächsten Tag vor und lernten etwas über das Bassin. Am Nachmittag fand eine Fahrradtour durch die domaine de Certes statt. Die Landschaft war sehr schön, aber es war sehr heiß und staubig dort, weswegen wir hinterher ziemlich ausgelaugt waren.

Dienstag, 17.10.2017

Nachdem wir am Morgen einige Erfahrungen und neu Erlerntes austauschten, während unsere Austauschschüler normalen Unterricht hatten, begann unsere Austernstunde. Zuerst hielt Monsieur Dubédat einen kleinen Vortrag über Austern und wie sie gezüchtet werden und dann hatten wir die Möglichkeit, die Austern zu probieren. Die Reaktionen darauf waren sehr unterschiedlich: Während einige von uns nicht genug von den Austern bekommen konnten, rasten andere nach dem ersten Kontakt mit dem Mund zum Mülleimer oder auf die Toilette. Letztendlich waren aber trotzdem alle Austern weg. Am späten Nachmittag folgte eine Kajak-Tour, an der die französischen Austauschschüler auch teilnahmen. Es gab niemanden, der nach der Tour noch trocken war, aber wir alle hatten viel Spaß. Nachdem die Kajaks verstaut und wir getrocknet waren, begann unsere Abschlussfeier. Wir hielten sie auf dem Parkplatz beim Kajakverleih ab, was sehr schön war, weil unsere Gastfamilien dazu kamen und etwas zu Essen mitbrachten. Etwas später wurden dann auch die Preise für unsere Rallye durch Bordeaux und die kleine Gruppenarbeit verliehen. Wir genossen diesen letzten Abend gemeinsam, und als es dunkel wurde machten sich alle so langsam auf den Weg nach Hause, da noch Sachen für die Abreise am nächsten Tag gepackt werden mussten.

Mittwoch, 18.10.2017

Am nächsten Tag mussten wir früh aufstehen und wurden dann von unseren Gastfamilien zum Flughafen gefahren. Dort mussten wir uns verabschieden und ich denke, ich spreche im Namen aller, wenn ich sage dass jeder seinen Aufenthalt gerne verlängert hätte. Der Abschied fiel wirklich schwer und es war sehr überraschend zu sehen wie sehr einem jemand innerhalb von insgesamt zwei Wochen ans Herz wachsen kann. Gleichzeitig waren wir aber auch alle voller Vorfreude wieder nach Hause zu kommen und alles zu berichten, was wir erlebt und gelernt hatten. Insgesamt war es ein sehr schöner Austausch, bei dem man viele Erfahrungen sammeln konnte, sich allgemein weitergebildet hat und dazu mit neu geschlossenen Freundschaften zurück nach Hause kam.

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