Ein Bericht von Mareike Rathgeber

Nachdem im April diesen Jahres bereits rund 40 spanische Schülerinnen und Schüler aus Vitoria-Gasteiz uns zum Austausch in Berlin besucht hatten, waren nun wir an der Reihe:

Am Montag, den 22. September, landeten wir in Bilbao. Nach einer kurzen Stadtführung, beginnend bei Burger King und endend mit einer Besichtigung des Guggenheim-Museums von außen (da es an diesem Tag nicht geöffnet hatte), fuhren wir nach Vitoria-Gasteiz, um dort auf unsere Austauschfamilien zu treffen, bei denen wir die nächste Woche wohnen würden.

Für die folgenden Tage hatten wir von morgens bis nachmittags Unternehmungen geplant. Danach hatten wir Freizeit mit unseren Austauschpartnern.

Zu unseren Unternehmungen gehörte selbstverständlich als Erstes eine Führung durch die Altstadt. Außerdem wurden wir im Rathaus offiziell in der Stadt Vitoria-Gasteiz empfangen, was am nächsten Tag sogar auf der Titelseite der Zeitung „El correo“ stand. Des Weiteren besichtigten wir die berühmten „Salinas de Añana“ (dt.: Salzanlagen von Añana), wo wir uns unser eigenes Salz schöpfen durften, und besuchten San Sebastián, wo wir sowohl in der Altstadt als auch am Strand einen wunderschönen Tag verbrachten.

In unserer Zeit in Vitoria-Gasteiz besuchten wir zweimal den Unterricht an der jeweiligen Schule unseres Austauschschülers. Dabei war besonders auffällig, dass es in spanischen Schulen viel lauter ist als wir es aus Deutschland gewohnt sind: Überall und zu jeder Zeit wird unglaublich laut geredet, wenn nicht sogar geschrien, und sich gegenseitig übertönt.

Gegen 13:00 Uhr hatten die Spanier immer eine zweieinhalbstündige Mittagspause, in der wir in die Stadt oder zu ihnen nach Hause fuhren, um Mittag zu essen. Die Mahlzeiten in Spanien unterscheiden sich ebenfalls ziemlich stark von unseren Gewohnheiten. Zum Frühstück gibt es warmen Kakao und kleine Küchlein, zum Mittag dann ein teilweise mehrgängiges Gericht und abends isst man erneut etwas Warmes. Jedoch gibt es das Abendessen meistens nach 21:00 Uhr, häufig nach 22:00 Uhr, was für uns sehr ungewohnt war, da wir dadurch auch erst sehr spät schlafen gingen.

Nach den gemeinsamen Unternehmungen bzw. nach dem Unterricht waren wir fast immer mit unseren Partnern unterwegs. Dabei besuchten wir meistens die Altstadt und das dann oft auch mit mehreren Deutschen (inklusive der jeweiligen Spanier) gleichzeitig.

Am Wochenende gab es keine Pläne für alle gemeinsam, darum gingen die Unternehmungen von Familientreffen über Fußballgucken im Stadion von „Alavez“ (Verein in der 2. spanischen Liga) über Kartfahren über Shoppen bis hin zum Besuch eines Nationalparks und vielem mehr.

Als es dann am Montagmorgen um 6:00 Uhr Zeit war, Abschied zu nehmen, waren wir alle ein bisschen traurig, dass der Austausch schon zu Ende war. Darum blieben auch nicht alle Augen tränenleer. Insgesamt hatten wir eine sehr schöne Zeit in Spanien und machten viele neue Erfahrungen. Ich denke, ich spreche für uns alle, wenn ich sage „Vamos a echarlos de menos.“ (dt.: Wir werden sie vermissen.)

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